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Neue Publikation: Deradikalisierung braucht (Versorgungs-) Sicherheit.

2011 tötete ein rechtsextremer Attentäter bei Anschlägen in Norwegen 77 Menschen. 2016 folgten in Deutschland zwei weitere schwere Gewalttaten: Ein islamistischer Sprengstoffanschlag in Ansbach mit 15 Verletzten sowie der rechtsextreme Anschlag auf das Münchner Olympia-Einkaufszentrum, bei dem neun Menschen getötet und fünf weitere verletzt wurden. So unterschiedlich diese Fälle in Motivlage, Tatdynamik und Einordnung sind, machen sie doch eine gemeinsame politische Herausforderung sichtbar: Wie lassen sich Ideologie, psychische Auffälligkeiten, persönliche Krisen, strategische Selbstinszenierung und Sicherheitsrisiken so zusammendenken, dass Zuständigkeiten, Interventionen und Verantwortung nicht erst nach einer Eskalation geklärt werden? An dieser Schnittstelle setzt dieses Policy Paper an.

Fabian Wichmann, Alma Fathi (2026): Deradikalisierung braucht (Versorgungs-)Sicherheit: Schnittstellen zwischen Radikalisierungsberatung und psychotherapeutisch- psychiatrischer Versorgung. Dist[ex], Berlin. Download | Download barrierearme Version

Expertin: „Wer sich islamistisch radikalisiert, ist nicht auf der Suche nach dem Islam“

Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day richtet sich der Blick auf die Präventionsarbeit gegen Islamismus. Claudia Dantschke berät seit fast 20 Jahren radikalisierte Jugendliche und ihre Familien. Was lief hier schief? Ein Gespräch

Zum Beitrag

Prävention beginnt dort, wo Radikalisierung noch verhindert werden kann

Ein aktueller Beitrag der taz beleuchtet die Herausforderungen im Umgang mit militantem Islamismus in Berlin – von den Sicherheitsbehörden über Präventionsangebote bis hin zur Frage, wie Radikalisierungsprozesse frühzeitig erkannt und unterbrochen werden können.

Im Beitrag kommt auch Claudia Dantschke, Leiterin der Beratungsstelle Leben von Grüner Vogel e.V., zu Wort. Seit vielen Jahren setzt sie sich für einen differenzierten Umgang mit islamistischer Radikalisierung ein und macht deutlich: Nachhaltige Präventions- und Deradikalisierungsarbeit braucht Zeit, fachliche Expertise und stabile Beziehungen.

Für uns bei Grüner Vogel e.V. bestätigt sich, was wir aus unserer täglichen Arbeit wissen: Erfolgreiche Extremismusprävention beginnt lange bevor Menschen strafrechtlich auffällig werden. Sie lebt von Vertrauen, individueller Beratung und einer engen Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen und Sicherheitsbehörden.

Dabei gilt:
🔹 Prävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
🔹 Deradikalisierung erfordert Geduld, Professionalität und langfristige Begleitung.
🔹 Nachhaltige Präventionsarbeit braucht verlässliche Strukturen und eine dauerhafte Förderung.

Wir freuen uns, dass die Bedeutung professioneller Präventionsarbeit zunehmend Teil der öffentlichen Debatte wird und dass die langjährige Expertise unseres Teams in diesen Diskurs einfließt.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier:
https://taz.de/Militanter-Islamismus-in-Berlin/!6199509/

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