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Interview mit Kaan Orhon: Möglichkeiten und Grenzen der Deradikalisierungsarbeit

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD stehen viele Menschen vor der Frage: Wie kann es sein, dass bekannte Gefährder dennoch schwere Straftaten begehen?

In einem aktuellen Interview erläutert unser Kollege Kaan Mustafa Orhon, Islamwissenschaftler und Fallberater bei Grüner Vogel e.V., die Möglichkeiten und Grenzen von Deradikalisierungsarbeit.

Eine zentrale Botschaft:
➡️ Deradikalisierung wirkt – aber sie kann keine hundertprozentige Sicherheit garantieren.

Präventions- und Ausstiegsarbeit ist ein langfristiger Prozess, der Biografiearbeit, sozialpädagogische Begleitung und – wo erforderlich – fundierte theologische Auseinandersetzung miteinander verbindet. Gleichzeitig braucht es einen besseren Informationsaustausch zwischen den zuständigen Stellen sowie eine verlässliche und langfristige Finanzierung der Präventionsarbeit.

Besonders wichtig ist dabei ein differenzierter Blick auf Extremismus. Fördermittel und gesellschaftliche Aufmerksamkeit sollten sich nicht ausschließlich nach dem jeweils letzten Anschlag richten. Extremismusprävention muss alle Formen extremistischer Ideologien im Blick behalten und nachhaltig ausgestaltet sein.

Wir freuen uns, dass die Expertise von Grüner Vogel e.V. in der öffentlichen Debatte Gehör findet und bedanken uns für die Möglichkeit, die Perspektive der Präventionspraxis einzubringen.

Den vollständigen Beitrag finden Sie hier:
https://web.de/magazine/politik/inland/experte-deradikalisierung-voelliger-fehlschluss-42550198

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