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Islamistischer Extremismus: Weniger organisiert, aber weiterhin gefährlich

Im Interview mit dem Deutschlandfunk beschreibt Franziska Frosch, unsere Mitarbeiterin des Grüner Vogel e.V. in Bonn, eine bemerkenswerte Veränderung in der Bedrohungslage: Die Zunahme von Messerangriffen steht für eine Schwächung des organisierten islamistischen Extremismus. Große, koordinierte Anschläge werden seltener – nicht, weil die Gefahr verschwunden ist, sondern weil den extremistischen Gruppen zunehmend die organisatorischen Strukturen fehlen.

Was wir stattdessen beobachten:
Mehr individuelle, unberechenbare Taten – weniger komplex, aber oft tödlich
Zerfall extremistischer Netzwerke, aber Fortbestehen radikaler Ideologien
Zunehmende gefühlte Unsicherheit in der Bevölkerung
Stigmatisierung ganzer gesellschaftlicher Gruppen, obwohl es sich meist um Einzeltäter handelt

Jedes Opfer ist eines zu viel. Auch wenn die organisierte Bedrohung abnimmt, bleiben die gesellschaftlichen und emotionalen Auswirkungen erheblich – für die Betroffenen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Franziska Frosch macht deutlich: Es braucht differenzierte Analysen, gezielte Prävention und eine klare Kommunikation, um wirksam gegenzusteuern – ohne Vorurteile zu verstärken.

Zum vollständigen Interview: Deutschlandfunk – Franziska Frosch